Farbmäuse

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)

Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)

Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)

Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)

Unterfamilie: Echte Mäuse (Murinae)

Gattung: Mäuse (Mus)

Art: Hausmäuse (Mus Musculus)

wissenschaftliche Name: Mus musculus domesticus

 

Aktivität: Wach- Schlafrythmus wechselt mehrmals täglich

Gewicht: 15 – 80 Gramm

Alter: 1,5 – 3 Jahre

Länge / Größe: 8 cm – 11 cm (+ 7,5 cm – 10 cm Schwanzlänge)

 

Tragezeit: 18-22 Tage

Jungtieranzahl: 1 -18, im Durchschnitt 4 - 10

Augen öffnen: 2 Wochen

Geschlechtsreife: Weibchen 21. - 28 Tag selten später, Männchen 30. - 40. Tag

Zuchtreife: 4-6 Monate

 

Empfohlenes Mindestmaß für Gehege: 100 cm x 50 cm x 50 cm (für 4 Mäuse)

Empfohlene Einstreuhöhe: 15 cm

Laufradgröße: Mindestdurchmesser von 28 cm

 

Info:

Vorfahren von Farbmäusen sind die Hausmäuse. Diese stammen aus den Steppen und Wüsten des Mittelmeergebietes und Zentralasiens.

Vermutlich hat sich die Hausmaus dem Menschen zu der Zeit angeschlossen, als dieser mit dem Ackerbau begann. Durch die Kornkammern ergab sich für die Mäuse eine neu Nahrungsquelle. Unsere Hausmäuse kamen vor über 150 Jahren von Japan nach Europa. Dort werden sie bereits seit mehr als 300 Jahren gezüchtet.

Unsere Hausmäuse sind normalerweise graubraun (agouti). Es gibt aber auch Mutationen (z.B. Albinismus) die die Farbe verändern. In der Natur überleben diese Mäuse nicht lange, da sie schlechter getarnt sind. Irgendwann begannen naturverbundene Völker albinoide Mäuse zu züchten, weil sie sie als heilig ansahen. So enstanden die Farbmäuse.

 

natürliche Lebensraum:

Eigentlich stammen die Hausmäuse aus den Steppen und Halbwüsten, wo sie in große Kolonien in unterirdischen Gangsystemen leben. Bei uns leben die Hausmäuse aus Schutz vor ihren Feinden häufig in Gebäuden, wo sie oft guten Zugang zu Nahrung erhalten.

 

Gruppengröße in der Natur und als Haustier:

In der Natur leben die Mäuse in großen Kolonien. Die Stammart lebt in Gruppen, sind nachtaktiv und leben in Gängen und Höhlen.

Wenn Farbmäuse als Haustier gehalten werden, dürfen sie nicht in Einzelhaltungleben, denn sie sind sehr soziale Tiere, die Artgenossen brauchen. Deshalb sollten mindestens 4 Tiere in einer Gruppe leben.

In der Natur würde das schwächere Männchen das Revier verlassen. Da das bei den Heimtieren nicht funktioniert, würde es im Käfig von dem stärkeren Männchen getötet werden. Deshalb ist eine Bäckchenhaltung nicht möglich.

Daher sollte man nur Weibchen in Gruppe halten, da es hier kaum zu Rangordnungskämpfen kommt. Soll doch ein Männchen dazu kommen, muss es unbedingt kastriert sein.

 

Haltung:

Der TVT schreibt für die Unterbringung der Farbmäuse ein Mindestmaß von 80 cm x 50 cm  x 80 cm (L x B x H) vor. Jedoch ist für die Haltung 100 cm x 50 cm x 50 cm und 15 cm Einstreuhöhe empfehlenswert. Je größer desto besser.

Die Unterbringung sollte aufgrund mangelnder Belüftung nicht im Aquarium erfolgen.

Als Zubehör sollten mehrere Häuser, Etagen, Spielmöglichkeiten, Unterschlüpfe und Klettermöglichkeiten vorhanden sein.

 

Ernährung:

Pro 100g Körpergewicht rechnet man für eine gesunde Farbmaus etwa 15g Futter.

Da die meisten fertigen Futtermischungen zu viel ungesunde Bestandteile beinhalten, sollte man das Futter am besten selber mischen. Dabei sollte der größte Anteil aus Kleinsaaten bestehen. Der Rest vom Futter sollte aus Getreidearten Kräuter- und Blütenmischungen, getrockneten und Gemüse bestehen. Außerdem sollte das Futter durch frisches Gemüse (z.B. Gurke, Paprika usw.) sowie tierisches Eiweiß (z.B. Mehlwürmer) ergänzt werden.

 

Farbschläge:

Es gibt diverse einfarbige Farbvarianten, sowie Ticked (jedes Haar verschiedenfarbig gebändert), Tan und Fox (Bauch rötlich/beige oder weiß) und Colourpoints.

 

Folgende Zeichnungsvarianten gibt es:

Piebald: un- oder regelmäßig verteilte, klar abgegrenzte Flecken

Variegated: un- oder regelmäßig verteilte Flecken mit weißen Stichelhaaren

Banded: weißes Band am Körper

Dutch: Farbe nur um die Augen und am Rumpf

Rumpwhite: vorne farbig – hinten weiß.

Es gibt die Fellvarianten Kurzhaar, Satin und Rosette

 

Zuchtformen:

Die normale, glatt- und kurzhaarige Form ist die gesündeste Zuchtform. Die anderen Zuchtformen werden zum größten Teil als Qualzuchten eingestuft.

 

Zuchtvarianten die als Qualzuchten einzustufen sind:

Tanzmäuse: der Gleichgewichtssinn wird zuchtbedingt gestört

Nacktmäuse: kaum bis garkein Fell, teilweise keine Wimpern und Barthaare

schwanzlose Mäuse: ihnen fehlt ein wichtiger Körperteil – der Schwanz

Rexmäuse, Langharr- und Angoramäuse: Fell, Wimpern und Barthaare sind gewellt / gelockt / lang und dadurch meist dünner.

dominat rote Mäuse (Dominant Red Ay): leiden unter Fettleibigkeit